Schritt 1: Eine Börse auswählen
Der erste Schritt ist die Wahl einer lizenzierten Kryptobörse, die der MiCA-Verordnung der EU oder den entsprechenden Vorschriften in deinem Land entspricht. Nur ein ordnungsgemäß lizenzierter Anbieter darf Privatkunden rechtmäßig bedienen. Eine vollständige Liste geprüfter Börsen findest du in unserem Ranking.
Für den ersten Kryptokauf stechen vor allem drei Optionen hervor:
[Kraken](/api/go/kraken) – gehört zu den am längsten etablierten Anbietern der Branche (seit 2011), mit einer Reserveprüfung durch BDO. Eine gute Wahl, wenn dir Stabilität besonders wichtig ist.
[Bybit](/api/go/bybit) – Einzahlungen per Karte und Banküberweisung, mehrsprachiger Support, Bonus bis zu $30,100. Eine gelungene Mischung aus einfacher Bedienung und Funktionsumfang.
[Bitget](/api/go/bitget) – Einzahlungen per Banküberweisung, Gebühren von 0.1%/0.1%, ein Schutzfonds über $300 Millionen, Bonus bis zu $6,200.
Weitere Optionen findest du in unserem Ratgeber Beste Kryptobörse für Anfänger.
Schritt 2: Ein Konto erstellen und 2FA aktivieren
Rufe die Website deiner gewählten Börse direkt auf – immer über ein gespeichertes Lesezeichen oder indem du die Adresse selbst eingibst, niemals über eine Google-Anzeige. Phishing-Domains können nahezu identisch aussehen. Erstelle ein Konto mit deiner E-Mail-Adresse und lege ein starkes, einzigartiges Passwort fest – idealerweise mit einem Passwortmanager wie Bitwarden, 1Password oder KeePass, der es auch speichert.
Aktiviere direkt nach der Kontoerstellung die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Am besten eignen sich eine TOTP-App (Google Authenticator, Authy, Aegis) oder ein Hardware-Sicherheitsschlüssel wie der YubiKey 5, der unter anderem von Binance, Kraken und Coinbase unterstützt wird.
Vermeide nach Möglichkeit SMS-basierte 2FA: Sie ist anfällig für SIM-Swapping-Angriffe, von denen im Laufe der Jahre sowohl prominente Personen als auch viele Börsennutzer betroffen waren. Bewahre deine Backup- bzw. Wiederherstellungscodes offline auf, idealerweise auf einer feuerfesten Metallplatte.
Schritt 3: Die Identitätsprüfung (KYC) abschließen
KYC (Know Your Customer) ist bei jeder lizenzierten Börse verpflichtend. Grundlage sind die Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung, die in den meisten Ländern gelten.
In der Regel musst du Folgendes einreichen: ein Foto deines Personalausweises oder Reisepasses (beide Seiten), ein Selfie, auf dem du das Dokument neben dein Gesicht hältst, und – bei Einzahlungen über einem bestimmten Schwellenwert (oft etwa $15,000 oder dem Gegenwert in Landeswährung) – einen Nachweis über die Herkunft deiner Mittel, etwa Gehaltsabrechnungen, einen Arbeitsvertrag oder eine Schenkungsurkunde.
Die Verifizierung dauert normalerweise 5 bis 60 Minuten. Zu Stoßzeiten, etwa am Wochenende abends, kann es länger dauern. Coinbase und Kraken gehören meist zu den schnellsten Anbietern; bei größeren Börsen, die täglich Hunderttausende Anträge bearbeiten, kann es etwas länger dauern.
Schritt 4: Geld auf dein Konto einzahlen
Für Einzahlungen stehen dir in der Regel drei Hauptoptionen zur Verfügung:
Banküberweisung – meist kostenlos; die Gutschrift erfolgt je nach Bank und Land innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag. Die günstigste Option für regelmäßige Käufe, die von praktisch jeder großen Börse unterstützt wird.
Lokale Sofortzahlungsmethoden – viele Börsen, darunter Bybit und Bitget, unterstützen schnelle lokale Zahlungssysteme in verschiedenen Ländern. Diese ermöglichen sofortige Einzahlungen, mit Tageslimits und Gebühren von meist etwa 1–2%.
Visa/Mastercard – die schnellste, mit Gebühren von 1.5–2.5% aber auch die teuerste Option. Das Guthaben ist sofort verfügbar.
Nach der Einzahlung erscheint das Guthaben in deiner Fiat-Wallet auf der Börse. Prüfe, ob die eingezahlte Währung zum gewünschten Handelspaar passt.
Schritt 5: Deine erste Kauforder aufgeben
Am einfachsten kaufst du über die Funktion „Konvertieren“ oder „Schnellkauf“: Du wählst ein Paar (z. B. USD → BTC), gibst einen Betrag ein und klickst auf „Kaufen“. Der Spread ist etwas größer als beim klassischen Spothandel (0.3–0.5%), dafür musst du dich nicht mit dem Orderbuch auseinandersetzen.
Wenn du Gebühren sparen möchtest, nutze den klassischen Spotmarkt. Es gibt zwei grundlegende Ordertypen:
Market-Order – du kaufst sofort zum aktuellen Marktpreis. Dabei zahlst du die Taker-Gebühr (0.1% bei den meisten Börsen, 0.4% bei Coinbase Advanced).
Limit-Order – du legst den Preis fest, zu dem du kaufen möchtest. Die Order wird erst ausgeführt, wenn der Markt dein Preisniveau erreicht. Du zahlst die Maker-Gebühr (meist 0.1%, mit dem börseneigenen Token teilweise nur 0.02%).
Für den ersten Kauf ist eine Market-Order für BTC oder ETH meist eine gute Wahl: Diese beiden Kryptowährungen bieten die höchste Liquidität und die engsten Spreads.
Schritt 6: Deine Kryptowährungen auf eine Hardware-Wallet übertragen (optional)
Wenn du Kryptowährungen langfristig halten möchtest (HODL), solltest du erwägen, dein Guthaben von der Börse auf eine Hardware-Wallet zu übertragen, etwa eine Ledger Nano S Plus oder eine Trezor Model One (beide kosten ungefähr $60–90). Die Regel „Not your keys, not your coins“ bedeutet: Solange deine Kryptowährungen auf einer Börse liegen, hat technisch gesehen die Börse die Kontrolle darüber.
So gehst du vor: Erstelle eine Empfangsadresse auf deiner Hardware-Wallet → klicke auf der Börse auf „Auszahlen“ → wähle das richtige Blockchain-Netzwerk (z. B. Bitcoin für BTC, ERC-20 für ETH) → füge die Adresse ein → sende zunächst einen kleinen Testbetrag (z. B. 0.001 BTC) → übertrage nach der Bestätigung den Rest.
Sende Kryptowährungen niemals über das falsche Netzwerk (z. B. BTC an eine ERC-20-Adresse). Das ist bei Anfängern die mit Abstand häufigste Ursache für den dauerhaften Verlust von Guthaben.
Bei kleinen Beträgen und kurzfristigem Trading ist es vertretbar, das Guthaben auf der Börse zu lassen, solange du 2FA aktiviert und eine Whitelist für Auszahlungsadressen eingerichtet hast.
Was ist mit Steuern?
Der bloße Kauf von Kryptowährungen ist in der Regel kein steuerpflichtiger Vorgang. Steuern fallen normalerweise erst an, wenn du Kryptowährungen gegen Fiatgeld verkaufst oder sie für Waren oder Dienstleistungen ausgibst.
Steuersätze und Vorschriften unterscheiden sich je nach Land erheblich: Manche Länder behandeln Kryptogewinne als Kapitalerträge, andere als reguläres Einkommen. Auch die Abgabefristen variieren stark. Informiere dich rechtzeitig vor der Abgabe deiner Steuererklärung über die aktuellen Vorgaben deiner zuständigen Steuerbehörde.
Wichtig: Auch wenn du in einem Jahr nur Verluste gemacht oder nichts verkauft hast, kann eine Meldepflicht bestehen, wenn du Kryptowährungen hältst, die du in früheren Jahren gekauft hast. Die Vorschriften unterscheiden sich – es lohnt sich also, sie zu prüfen.
Ein Tausch zwischen Kryptowährungen (z. B. BTC gegen ETH) ist in vielen Ländern steuerneutral, aber nicht überall. Prüfe daher die für dich geltenden Vorschriften.
Zusammenfassung
Kryptowährungen zu kaufen ist 2026 einfach und dauert etwa 30–60 Minuten: eine lizenzierte Börse auswählen, KYC abschließen, Geld einzahlen, eine Spot-Order oder Konvertierung ausführen und das Guthaben optional auf eine Hardware-Wallet übertragen.
Zu den besonders günstigen und renommierten Börsen für den ersten Kauf gehören Kraken, Bybit und Bitget. Unser vollständiges Börsenranking findest du auf der Startseite.
Nach deinem ersten Kauf lohnt sich auch ein Blick in unsere Ratgeber Was ist eine CEX? und Krypto für Anfänger, damit du dich sicherer auf dem Markt zurechtfindest.
